Hitzefrei

HITZEFREI-Regelung

Liebe Hundehalterinnen und Hundehalter,

das Wohl und die Gesundheit unserer Hunde stehen für uns an erster Stelle.
Bei hohen Außentemperaturen kann sich unsere Indoor-Halle, in den Sommermonaten, trotz Lüftung sehr erwärmen!
Um gesundheitliche Risiken für Hunde und Menschen zu vermeiden, behalten wir uns daher vor, bei sehr hohen Temperaturen (> 32 °C) kurzfristig "Hitzefrei" zu geben.

Die Entscheidung treffen wir abhängig von:

- Außentemperatur,

- Hallentemperatur,

- Luftzirkulation und

- allgemeiner Belastung für die Hunde.


Über kurzfristige Änderungen informieren wir euch rechtzeitig und mit entsprechendem Vorlauf über unsere bekannten Kanäle.

Wir bitten um Verständnis, dass Sicherheit und Tierwohl immer Vorrang haben.

ACHTUNG: Bereits gebuchte VIP-Slots sind nicht betroffen, weil sie ja in den kühlen Morgen- oder Abendstunden stattfinden.

Ihr könnt uns dazu auch gern eine Mail schreiben, oder uns anrufen, wenn Ihr Fragen zum Hitzefrei  habt.

Wieso überhaupt "Hitzefrei"?

Die Thermoregulation des Hundes 
– warum Wetterextreme oft falsch eingeschätzt werden

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur auf völlig andere Weise als Menschen. Dadurch werden Hitze und Kälte von vielen Haltern unterschätzt oder falsch eingeordnet. Während der menschliche Körper über großflächiges Schwitzen effizient Wärme abgeben kann, verfügen Hunde nur über wenige Schweißdrüsen an den Pfotenballen. Ihr wichtigster Kühlmechanismus ist das Hecheln – ein Verfahren, das viel Energie kostet und nur begrenzt funktioniert.

Eine pauschale Temperaturgrenze, ab der es für Hunde gefährlich wird, gibt es jedoch nicht. Sowohl extreme Hitze als auch starke Kälte können den Organismus belasten, abhängig von Alter, Rasse, Gesundheitszustand und Körperbau. 

Wer die Signale seines Hundes aufmerksam wahrnimmt und Aktivitäten an die jeweiligen Wetterbedingungen anpasst, schützt seinen Vierbeiner zuverlässig vor ernsten gesundheitlichen Risiken und sorgt das ganze Jahr über für sichere Beschäftigung.

🐾 Thermoregulation des Hundes und kritische Temperaturbereiche

Um Gefahren frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig zu verstehen, wie der Hundekörper arbeitet und welche Wetterzonen kritisch werden.

Warum Hunde Temperaturen anders empfinden als Menschen

Da Hunde kaum schwitzen können, ist das Hecheln ihre zentrale Methode zur Abkühlung. Dabei verdunstet Feuchtigkeit über die Schleimhäute und entzieht dem Körper Wärme. Dieser Prozess ist jedoch begrenzt und bei hoher Belastung oder ungünstigen Bedingungen schnell überfordert.

Alter, Rasse und Körperbau beeinflussen zusätzlich die Fähigkeit zur Temperaturregulation:

  • Welpen und ältere Hunde reagieren empfindlicher auf Hitze und Kälte.
  • Große, muskulöse Rassen überhitzen schneller.
  • Sehr kleine Hunde kühlen im Winter rasch aus, da sie bodennah laufen.

 

Risikozonen: Ab wann das Wetter belastend wird

Die gefühlte Temperatur hängt nicht nur vom Thermometer ab, sondern auch von Luftfeuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung. 

Die folgenden Bereiche dienen als grobe Orientierung:

Gelber Bereich (ab ca. 24 °C): Die Thermoregulation arbeitet bereits intensiv – sportliche Höchstleistungen sollten reduziert werden.

Roter Bereich (ab 27 °C): Für viele Hunde beginnt hier die Überhitzungsgefahr, besonders für nordische oder kurznasige Rassen.

Sommer-Gefahrenzone (ab 32 °C): Selbst bei Bewegung im Freien besteht unabhängig von der Rasse Gefahr durch Überhitzung und sogar Lebensgefahr durch Hitzschlag.

Kritische Kältezone (unter –8 °C): Ohne Schutz drohen Unterkühlung und Erfrierungen an Pfoten und Ohren.

Nebenfaktoren wie hohe Luftfeuchtigkeit erschweren das Hecheln, während Wind und Nässe im Winter die Auskühlung stark beschleunigen.

 

🌡️ Gefahren von Extremwetter und besonders empfindliche Hunde

Gesundheitsrisiken bei Hitze

Steigende Temperaturen können schwerwiegende Folgen haben:

Hitzschlag & Dehydration: Ab einer Körpertemperatur von über 40 °C droht Kreislaufversagen bis hin zum Multiorganversagen.

Pfotenverbrennungen: Asphalt kann sich auf über 50 °C erhitzen und innerhalb weniger Sekunden Brandverletzungen verursachen.

Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems: Intensives Hecheln bringt das Herz an seine Belastungsgrenze.

Risiken bei Kälte

Auch niedrige Temperaturen bergen ernsthafte Gefahren:

Unterkühlung: Langes Sitzen oder Stehen auf gefrorenem Boden senkt die Körpertemperatur und schwächt das Immunsystem.

Gelenkprobleme: Kälte macht Gelenkflüssigkeit zäh – besonders Arthrosehunde leiden stärker.

Pfotenverletzungen: Eis, Schnee und Streusalz können schmerzhafte Risse und Entzündungen verursachen.

 

Risikogruppen

Einige Hunde reagieren besonders empfindlich auf extreme Temperaturen:

Kurznasige Rassen (z. B. Mops, Französische od. Engl. Bulldogge) überhitzen schnell, da sie schlecht hecheln können.

Hunde mit dichtem Unterfell leiden im Sommer unter Wärmestau.

Kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle frieren im Winter schnell. Im Sommer besteht die Gefahr von Sonnenbrand (vor allem Nasenrücken)

Herz- oder lungenerkrankte Tiere sind bei Hitze und Kälte stark gefährdet.

Logo

©Urheberrecht. Hunde FunPark Hannover.  Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.